Hier kannst du einen Beitrag suchen

ham-radio-Nachlese: vom Ballonstart/Nutzlast erfolgreich bei Landsberg geborgen

FRIEDRICHSHAFEN-
Im Rahmen des European Balloon Project war am ham-radio-Samstag gegen 11:25 Uhr Ortszeit ein Stratosphärenballon mit Amateurfunknutzlast auf der HAM RADIO, Europas wichtigste Amateurfunkausstellung, in Friedrichshafen gestartet gewesen. Zum internationalen Projektteam zählte erneut das Ballonteam des DARC OV Taubertal-Mitte (P56), welches bereits seit 2004 Ballonstarts durchführt.

An Bord des Ballons befanden sich zahlreiche Nutzlastmodule: Auf 144.775 MHz sendete ein Multimode-Sender PR, APRS, Sprache und SSTV. Das Basisnutzlastmodul sendete aktuelle Flugparameter auf 144.800 MHz in APRS sowie auf 145.200 MHz in Sprache. Ein Funkpapagei auf 433.025 MHz übertrug vom parallel durchgeführten Bojenprojekt auf dem Bodensee Daten. Die SSDV-Nutzlast auf 434.150 MHz war für die Bildübertragung verantwortlich. Erstmalig fand außerdem eine Liveübertragung des Events auf einem UStream Channel statt.

Eine Besonderheit des Starts: Erstmals führte die Flugbahn eines auf der HAM RADIO gestarteten Ballons nur über Deutschland (und landete nicht in den Alpen, wie schon in der Vergangenheit…). Und so landete der Ballon kurz nach 14 Uhr Ortszeit diesmal in der Nähe von Landsberg am Lech am Ammersee. Zuvor flogen die Nutzlasten zunächst konstant Richtung Nordosten, bevor die Windrichtung in etwa 20 km Höhe auf Nordwest drehte. In einer Höhe von zirka 31 km platzte die Ballonhülle in der Nähe von Kaufbeuren. Die Sender verloren sodann rasch an Höhe und fielen innerhalb von 6 Minuten um 10.000 Meter, bevor die Windrichtung wieder auf Nordost wechselte und der Fallschirm aufgrund der zunehmenden Luftdichte seine bremsende Wirkung entfalten konnte.

Schreibe einen Kommentar